Art and Alphabet

u.a. Philippe Vandenberg und Marcel Broodthaers

Philippe Vandenberg, Ohne Titel © Estate Philippe Vandenberg

Das vielschichtige Wechselverhältnis von Schrift und Bild in der Gegenwartskunst steht im Fokus der groß angelegten Ausstellung "Art and Alphabet", die sich über zwei Etagen der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle erstreckt. Präsentiert werden Werke verschiedenster Medien von 22 internationalen Künstler*innen aus 15 Ländern, die unterschiedlichste Sprachen und Schriftsysteme mit ihren Bestandteilen erforschen, als visuelle Zeichen verstehen, erweitern und künstlerisch transformieren. Dabei auch Marcel Broodthaers (Brüssel, 1924-1976) und Philippe Vandenberg (Gent, 1952-2009).

Marcel Broodthaers begann seine künstlerische Karriere 1945 zunächst als Poet. Hier konnte man ihn dem Surrealismus zuordnen. Mit dem Verlassen seiner Heimatregion gen Paris näherte er sich mehr und mehr der bildenden Kunst an. Es entsteht eine Reihe von Arbeiten, die immer die Grenzen von künstlerischem Objekt und Alltagsgegenstand, die ästhetische Definitionsmacht von Museen, Galerien und Kunstkritik und vor allem die gesellschaftliche Praxis des Kunstbetriebes ausloten. Dabei nimmt der Zusammenhang von Wort und Bild, das ursprüngliche Anliegen seines Vorbildes René Magritte, einen stets entscheidenden Raum ein. Er gilt als einer der wichtigsten belgischen Künstler des 20. Jahrhundert. 2016 widmete ihm das Museum of Modern Art in New York noch eine Retrospektive.

Philippe Vandenbergs Werke sind von verschiedensten literarischen, kunsthistorischen oder philosophischen Referenzen geprägt. Diese lassen seine Werke kurzzeitig als Wunder erscheinen. Vandenberg macht dabei nicht nur Gebrauch von Bildern, sondern auch von Wörtern und Symbolen. Die Themen, die Vandenberg für seine Arbeiten auswählt, sind relativ universell, wie Krieg, Religion, Sexualität und Tod. Er versteht es diese jedoch stets auf eine interessante und neue Weise umzusetzen.

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