„An Intimacy with Strangers“
- Berlin, Maschinenhaus M1
Die Gruppenausstellung „An Intimacy with Strangers“ im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin untersucht die enge Verflechtung zwischen Mensch und nicht‑menschlicher Umwelt vor dem Hintergrund der zunehmenden ökologischen Krise. Sie lädt dazu ein, unser Verhältnis zu den zahlreichen Organismen, mit denen wir den Planeten teilen, neu zu überdenken. Auch der Künstler David Claerbout ist mit einer Arbeit vertreten.
Claerbout setzt sich auf eigenwillige Weise mit dem Animationsklassiker The Jungle Book (1967) auseinander. Anstatt die bekannte, emotionale Geschichte neu zu erzählen, entfernt er konsequent den Anthropomorphismus der Tiere und lässt sogar das „Menschenkind“ ganz weg. Über drei Jahre hinweg wurde jedes einzelne Filmbild des Originals von Hand neu gezeichnet. Das Ergebnis ist eine stark verlangsamte Animation, die dem dynamischen Rhythmus des Disney‑Films bewusst widerspricht.
David Claerbout ist ein international renommierter Künstler, der in Antwerpen und Berlin lebt und arbeitet. Obwohl er ursprünglich am Nationalen Institut für Schöne Künste in Antwerpen als Kunstmaler ausgebildet wurde, erlangte er weltweite Bekanntheit durch seine innovativen Arbeiten mit Bewegtbildern, Fotografie und digitalen Techniken.