Flandern und Nordrhein-Westfalen kooperieren im Bereich der Extremismus-Prävention. Am Donnerstag (21. März 2019) haben die Träger des Wegweiser-Standorts Köln, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), mit dem Präventionsträger in Antwerpen, CEAPIRE, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Dies geschah im Beisein von Liesbeth Homans, Vize-Ministerpräsidentin der Flämischen Regierung und Ministerin für lokale Verwaltung, Einbürgerung, Wohnungswesen, Chancengleichheit und Armutsbekämpfung und Minister Herbert Reul.

„Wir müssen die Radikalisierung grenzüberschreitend bekämpfen, denn sie macht an den Grenzen nicht halt. Flandern und Nordrhein-Westfalen einen die gemeinsamen Werte Freiheit und Demokratie. Und wir führen einen gemeinsamen Kampf gegen die Gegner dieser Werte, bei dem wir uns durch Austausch und gegenseitigen Rat unterstützen“, sagte Minister Reul bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

„Beide Länder, Nordrhein-Westfalen und Flandern, werden mit Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus konfrontiert. Diese Bedrohung macht natürlich nicht halt an nationalen Grenzen. Genau deshalb wollen wir die Kooperation und den Austausch zwischen unseren Regionen stärken. Dieses ‚Memorandum of Understanding‘ zwischen AWO Köln und CEAPIRE aus Antwerpen ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Ministerin Homans.

Die Kooperation zwischen der AWO und CEAPIRE soll dem fachlichen Austausch sowie dem Teilen von Erfahrungen dienen. Konkret verpflichten sich beide Kooperationspartner zum fachlichen Wissensaustausch und zu regelmäßigen Treffen. Unmittelbar vor der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung besuchte Frau Ministerin Homans die Weg-weiser-Beratungsstelle in Düsseldorf. Dort machte sie sich einen Ein-druck von der praktischen Arbeit der Beraterinnen und Berater.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Düsseldorfer Landtag findet im Rahmen der „Flämischen Woche“ statt.