Anne-Mie Van Kerckhoven

AMVK

Anne-Mie Van Kerckhoven, Ausstellungsansicht im Museum Abteiberg, Mönchengladbach (13. November 2016 - 26. Februar 2017) © Uwe Riedel

Anne-Mie Van Kerckhoven (auch bekannt unter Ihre Initialen AMVK) wurde 1951 in Antwerpen geboren und lebt und arbeitet bis heute dort. Von Anfang an war ihre Arbeit konsequent interdisziplinär ausgerichtet. 1981 gründete sie mit ihrem Partner Danny Devos die Noise-Band Club Moral, die 2001 nach einer zehnjährigen Pause wieder auflebte. Seit 1982 existiert das von beiden herausgegebene Magazin Force Mental. In den frühen 1980er Jahren begann eine intensive Zusammenarbeit mit dem Neurowissenschaftler Luc Steels und dessen Institute for Artificial Intelligence. Dadurch wurden zunehmend Bildsprachen bestimmend, die durch wissenschaftliche Bildverfahren geprägt sind: Diagramm, zeichnerische Animation, Text-Bild-Schema. Solche und andere Kollaborationen waren immer typisch für die Arbeitsweise der Künstlerin.

Die Künstlerin selbst erklärt ihre Arbeit in einem Manifest: “Im Gegensatz zu der Willkür, in der der Ursprung der geschriebenen wie gesprochenen Sprache liegt, habe ich das Unausgesprochene, das Mystische zu Wort kommen lassen. Von der Verzweiflung bis zur Ekstase - so weit reicht das Feld des Mystischen. Das ist die alles verschlingende Lust am Leben und der Liebe. Vereinigung, nicht Loslösung vom Rest der Welt. Kein Ego, keine Grenzen. Das Geschaffene wird eins mit dem Schöpfer.“ (Anne-Mie Van Kerckhoven, Some Sort of Manifesto, 2016–17)

Die Ausstellungstournee, die AMVK seit 2016 durch mehrere deutsche und belgische Kunstinstitutionen führte, wird mit der Ausstellung in Kassel abgeschlossen. Der mit ihrem Werk bestens vertraute Kurator Anders Kreuger, Senior Kurator am M HKA in Antwerpen, hat die Ausstellung im Fridericianum als den Schlussakkord einer Art Trilogie konzipiert: „Während ihre Ausstellungen in Hannover und Mönchengladbach eine These formulierten, anhand derer die Künstlerin ihre intellektuelle Biografie nachvollziehbar macht, folgte die spätere Station in Antwerpen ganz dem visuellen Flow. In Kassel kommt nun als Abschluss, als eine Art Synthese dieser hegelianisch gedachten Dialektik, eine räumliche Erzählung hinzu, die beide Aspekte vermittelt und zusammenführt.“

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