Melk

von Filip Anthonissen

Melk © Filip Anthonissen

  • Im Rahmen von: DOK Leipzig

Charel ist der Außenseiter einer verschrobenen Dorfgemeinschaft. Ein unglücklicher Zwischenfall bringt sein ohnehin schwieriges Leben vollends aus der Bahn und setzt eine ebenso absurde wie düstere Kette von Ereignissen in Gang. . Mit besten Absichten, viel Naivität und der Hoffnung auf Anerkennung verirrt sich Charel zunehmend in biblischen Motiven. Doch statt als göttlicher Bote gefeiert zu werden, hält ihn das Dorf schließlich für den Gehörnten.

Mit großer Liebe zum Detail zeichnet „Melk“ seine Bruegel-haften Figuren, verbindet das Alltägliche subtil mit dem Absurden und schöpft lustvoll aus der Kunstgeschichte. So verwandelt sich ein derbes Bauernstück in eine skurrile Folk-Horror-Geschichte, wie sie wohl nur im Animationsfilm möglich ist.

„Melk“ wird in der Sektion „Internationaler Animationsfilmwettbewerb“ gezeigt, in der internationale Animationsfilmemacher:innen die erzählerische und technische Innovationskraft ihrer Kunst unter Beweis stellen, sowohl im prägnanten Kurzfilm als auch im Spielfilmformat.

Filip Anthonissen (*1991) ist ein bildender Künstler, der derzeit in Brüssel lebt. Seine bevorzugten Techniken sind 3D-Animation und Malerei. Anthonissen schloss 2017 sein Studium im Fach Animationsfilm an der KASK in Gent ab.

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