Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka

Sofonisba Anguissola, Bianca Ponzoni Anguissola, Detail, 1557 | Eugen Spiro, Die Gattin des Künstlers, 1929 Fotonachweise: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie /Jörg P. Anders | Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie, © VG Bild-Kunst, Bo

Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka ist eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie Berlin, die rund 90 Meisterwerke aus sechs Jahrhunderten in ungewöhnlichen Paaren gegenüberstellt – etwa Botticelli und Lempicka oder Rubens und Gainsborough. Die Schau erkundet, wie Menschen sich zu verschiedenen Zeiten darstellen wollten, und spannt den Bogen bis zu unserer heutigen Selfie-und Social-Media Kultur.

Flämische Meister sind in der Ausstellung gleich mehrfach vertreten. Schon im Eröffnungskapitel prägt Rogier van der Weyden mit seinem charakteristischen Dreiviertelprofil einen der beiden europäischen Grundtypen des Porträts – dem strengeren italienischen Profilbildnis gegenübergestellt. Später trifft Peter Paul Rubens überraschend auf Gainsborough, während der Antwerpener Hofmaler Anthonis Mor mit seinem herrschaftlichen Bildnis der Herzogin Margarete von Parma die Selbstinszenierung der Macht verkörpert. Und David Teniers der Jüngere zeigt mit seinem Familienporträt eine ganz andere, intime Seite des flämischen Barock.

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