Kind

Peeping Tom

Peeping Tom, Kind © Diane Fourdrignier

  • 19:30 Uhr
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"Kind" bildet den Abschluss einer Trilogie der flämischen Kompanie Peeping Tom, die sich mit verborgenen Gefühlen in Familien auseinandersetzt. Sie begann 2014 mit "Vader", choreografiert von Franck Chartier. 2016 folgte "Moeder" in der Choreografie von Gabriela Carrizo. Für "Kind" (2019) arbeiteten die beiden nun zusammen.

Kinder waren im Universum von "Peeping Tom" zwar schon immer präsent, aber noch nie auf so direkte Art und Weise. Sie standen bisher für die Verlustängste der Eltern: die erwachsene Perspektive. In "Kind" wird diese auf den Kopf gestellt: die Handlung wird durch die Augen des Kindes auf die Welt, durch seine Ängste und Bedürfnisse vorangetrieben. Die Sichtweise verändert sich, während es aufwächst und sich in der Pubertät weiterentwickelt, mit allen dazugehörigen Unsicherheiten, Zweifeln, Zwängen und körperlichen Veränderungen.

Ort der Handlung ist die innere und äußere Welt von Kindern: wie drücken sie ihre Ängste aus, ohne vollständig ausgeprägtem inneren Rüstzeug? Wie entwickeln sie sich unter dem Einfluss ihrer Eltern? Was ist, wenn diese fehlen? Solch traumatische Situationen betäuben die eigene Körperwahrnehmung. Die für "Peeping Tom" typischen Wechsel und Wandlungen in Zeit und Raum, Bewegung und Szenenbild zeigen das dynamische Innenleben von Kindern und Heranwachsenden. Eine Grundlage hierfür waren die wissenschaftlichen Forschungsarbeiten von Boris Cyrulnik über die menschliche Widerstandsfähigkeit in Extremsituationen.

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