Der Briefwechsel zwischen Henry van de Velde und Harry Graf Kessler (ABGESAGT)

Antje Neumann

Die Villa Esche, 2002, Foto: Hans-Christian Schink, Punctum

  • 19:00 Uhr

Der flämische Gestalter und Architekt Henry van de Velde (1863-1957) und der deutsche Mäzen und Kulturpolitiker Harry Graf Kessler (1868-1937) lernten sich in einer Zeit großer persönlicher und gesellschaftlicher Umbrüche kennen. Ihr Briefwechsel umspannte 40 Jahre und umfasst über 400 erhaltene Schriftstücke. Hierbei nimmt die Weimarer Zeit des gemeinsamen Wirkens für eine künstlerische Moderne den wichtigsten Zeitraum ein. Während van de Velde als Leiter der Kunstgewerbeschule seiner künstlerischen Mission nachging, engagierte sich Kessler als ehrenamtlicher Direktor des Museums für Kunst und Kunstgewerbe. Der Umfang der schriftlichen Nachlässe bezeugt eine ausgeprägte Korrespondenztätigkeit auf beiden Seiten und spiegelt die Briefkultur um 1900 wider. So war es durchaus normal, mehrere Schreiben am Tag zu verfassen und wie im Falle von Kessler zusätzlich auch noch akribisch und kontinuierlich Tagebuch zu führen.

Dr. Antje Neumann publizierte 2015 die bis dato unveröffentlichte Korrespondenz der beiden Kosmopoliten. Das Buch erschien im Böhlau Verlag. Im Rahmen einer Lesung stellt sie den Briefwechsel vor und gibt Einblicke in die Welt der beiden Protagonisten. Die Briefe werden gelesen von Dr. Karl-Heinz Hänel und Hartwig Albiro.

Mehr Informationen

  • Henry van de Velde in seinem Atelier der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule Weimar, 1910, © Louis Held, Privatbesitz Deutschland

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