TRACES

Wim Vandekeybus & Ultima Vez

Wim Vandekeybus, Traces © Danny Willems

  • 19:30 Uhr
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Auch in dieser Spielzeit sind der Flame Wim Vandekeybus (1963 in Herenthout, Belgien geboren) und sein Ensemble "Ultima Vez" in Köln zu Gast. Das neue Stück heißt "TRACES" und hat im Dezember 2019 innerhalb des Festivals "Europalia Romania" Premiere.

In seinen bisherigen Arbeiten setzt sich Vandekeybus oft mit dem Konflikt zwischen Zivilisation und Natur auseinander. Die Stadt stellt für ihn den Höhepunkt der vom Menschen geschaffenen Kultur dar, die menschliche Bewegung jedoch findet in einem labyrinthischen Gefängnis statt. Vandekeybus war schon immer fasziniert von der Peripherie städtischer Kultur und ist stets auf der Suche nach einer "Authentizität", die sich Beschreibungen entzieht und sich in volkstümlichen Traditionen, gefährlichen Situationen und instinktiven körperlichen Reaktionen verbirgt.

In seinem neuen Stück konzentriert sich Vandekeybus auf die Darstellung der Natur selbst. Dafür hat er sich von den Urwäldern Rumäniens inspirieren lassen, insbesondere von den mythischen Karpaten. Die Nähe zu Transsilvanien lässt sofort an Graf Dracula, an Vampire und Werwölfe denken. Es ist kein Zufall, dass sich all diese Wesen irgendwo zwischen Mensch und Tier, zwischen Stadt und Wildnis befinden. In "TRACES" folgt Vandekeybus seinen eigenen Spuren, kehrt wieder zurück zu seinen Wurzeln, zum reinen Tanz und der Musik, mit ihren Rhythmen und Impulsen. Die Sprache klammert er ganz bewusst aus. Fabeln waren zwar in der Vergangenheit wichtig für ihn, aber sie haben dem Körper doch auch immer einen strikten Rahmen gesetzt, ein Gefängnis von Bedeutungen und erzählerischen Wendungen, die die Freiheit der Bewegung einschränken. Er emanzipiert sich von dieser "Außenwelt" und stellt sich ganz andere Fragen: Wie viel Natur lebt noch im Mensch? Wie viel Tier? Er möchte zurück zur "inneren Geschichte", zurück zum Drama der Triebe und Instinkte, das älter als Sprache ist und über sie hinausgeht. Es sind Momente der Vitalität, der Kraft, es ist das intuitive Entscheiden, welches das Überleben sichert, der Puls des Lebens, ausgedrückt durch Tanz und Musik. Getanzt wird "TRACES" von elf Tänzer*innen unterschiedlichen Alters. Die Musik wird von Marc Ribot und der Flämin Trixie Whitely komponiert und live gespielt – ein Soundtrack, der für körperliche Energie, Intensität und Instinkte stehen soll.

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  • Wim Vandekeybus, Traces © Danny Willems

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