Collegium Vocale Gent & Philippe Herreweghe

Dolcissima mia vita. Madrigale von Carlo Gesualdo

© Frédéric Bourda

  • 19:00 Uhr

Was Glück für ihn bedeute, wurde Philippe Herreweghe unlängst im Interview gefragt. Seine Antwort: „Wenn ich beispielsweise mit sechs Sängern Madrigale von Gesualdo aufführe, wirkt das so stark und unmittelbar auf mich – je nach räumlicher Umgebung noch verstärkt –, dass ich durchaus in diesen Momenten tiefes Glück empfinden kann.“ An diesem Glück lässt der Dirigent sein Publikum im letzten der drei Abende, die er im Rahmen seines Fokus-Schwerpunkts gestaltet, gern teilhaben. Gemeinsam mit seinem Collegium Vocale Gent bereist Herreweghe das Terrain der Renaissance-Musik, ein Gebiet, das ihm und seinem Chor längst ebenso vertraut ist wie die Welt der Barockmusik, deren Erkundung damals, vor mittlerweile 50 Jahren, am Anfang der gemeinsamen Erfolgsgeschichte stand. Und um den erwähnten Effekt der räumlichen Umgebung zu ermöglichen, begeben sich Herreweghe und sein Chor für ihr A-cappella-Programm in die St.-Katharinen-Kirche, die den kühnen Harmonien der Werke eines Gesualdo den entsprechenden Widerhall gibt.

Das Collegium Vocale Gent wurde 1970 von Philippe Herreweghe gegründet. Der Chor ist dafür bekannt, dass er schon sehr früh die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis anwandte. Er spielte zusammen mit namhaften Barockdirigenten, wie Gustav Leonhardt, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und - selbstverständlich - Philippe Herreweghe, mit dem sie u.a. eine vielgepriesene Gesamtaufnahme der Kantaten von Johann Sebastian Bach herausbrachten.

Carlo Gesualdo
Madrigali a cinque voci. Libro quinto (1611)

Mehr Informationen

Newsletter

Sie möchten über Kultur aus Flandern auf dem Laufenden bleiben? Gern senden wir Ihnen alle zwei Monate unseren Newsletter.