Collegium Vocale Gent & Philippe Herreweghe

Johann Sebastian Bach: Matthaüs-Passion

© Bas Bogaerts

Am Karfreitag, den 11. April 1727, erklang während der Vesper in der Leipziger Thomaskirche erstmals die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Die versammelte Gemeinde wurde Ohrenzeuge eines der epochalsten Werke der Musikgeschichte: Der starke innere Zusammenhalt des Textes, die enorme Kombination von drei Chören und zwei Orchestern und die Proportionen dieser dreistündigen musikalischen Passionsgeschichte – all das war beispiellos. Mit diesem Wunderwerk beschäftigt sich Philippe Herreweghe seit seiner legendären Einspielung von 1984 immer und immer wieder. Schließlich ist diese Musik für ihn eine Art "Seelenspeise". Bei seiner neuerlichen Auseinandersetzung stehen Herreweghe Chor und Orchester des von ihm gegründeten Collegium Vocale Gent zur Seite. Das Solistenensemble garantiert mit Bass-Bariton Florian Boesch als Jesus gleichermaßen Ohrenschmaus und Seelenbalsam.

Das Collegium Vocale Gent wurde 1970 von Philippe Herreweghe gegründet. Der Chor ist dafür bekannt, dass er schon sehr früh die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis anwandte. Er spielte zusammen mit namhaften Barockdirigenten, wie Gustav Leonhardt, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und - selbstverständlich - Philippe Herreweghe, mit dem sie u.a. eine vielgepriesene Gesamtaufnahme der Kantaten von Johann Sebastian Bach herausbrachten.

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