Collegium Vocale Gent, Orchestre des Champs-Élysées, Philippe Herreweghe

Beethoven: Missa solemnis in D-Dur op. 123

Philippe Herreweghe, Collegium Vocale Gent © Michiel Hendryckx

  • 20:00 Uhr

Kein Beethoven-Jubiläum ohne die "Missa solemnis". So viel ist klar. In diesem Jahr, in dem allerorten und in vielfältiger Ausgestaltung Beethovens 250. Geburtstag gefeiert wird, trifft man also auch öfter als sonst auf das bedeutende Werk, mit dem Ludwig van Beethoven Musikgeschichte schrieb. Denn die technischen wie physischen Anforderungen an Orchester und Chor (die hohen Stimmen!) und allein an den Dirigenten oder die Dirigentin, die sowohl im Chor- als auch im Orchesterfach versiert sein müssen, sind immens. Philippe Herreweghe und sein Collegium Vocale Gent sind gemeinsam mit dem renommierten Orchestre des Champs-Elysées und den herausragenden Solisten einige der wenigen, bei denen die Erfüllung dieser Ansprüche außer Frage stehen.

Der Flame Philippe Herreweghe gehört zu den wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis. Von der Stadt Leipzig erhielt der Dirigent die Bach-Medaille der Stadt, in Frankreich den Titel Chevalier de la Légion d’Honneur und Flandern zeichnete ihn als Kultur-Botschafter aus. Das inzwischen international renommierte Collegium Vocale Gent gründete er schon während seiner Studienzeit in 1970. Kurze Zeit später kamen Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt auf Herreweghe zu und fragten ihn, ob er Interesse hätte bei ihrer Gesamtaufnahme der Kantaten Johann Sebastian Bachs zu assistieren. 1991 gründete er ebenfalls das in Paris beheimatete Orchestre des Champs-Elysées, das eng mit dem Collegium Vocale zusammenarbeitet.

Bekannt wurde das Collegium Vocale Gent mit seinen eigenen, wegweisenden Aufnahmen der Bach-Kantaten. Sein Repertoire umfasst inzwischen vorbarocke Musik bis Beethoven, Brahms, Dvořák und sogar Philip Glass. Dem Chor wurde 1989 ein auf Originalinstrumenten spielendes Ensemble zur Seite gestellt.

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