Els Biesemans

Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Johann Ludwig Krebs

Els Biesemans © Tatyana Jenni

  • 11:00 Uhr

Während des Barock-Wochenende der Berliner Philharmonie stehen vom 5. bis zum 7. Februar 2021 namhafte SpezialistInnen dieser Epoche auf der Bühne, darunter Jordi Savall, Teodor Currentzis, Nuria Rial, und Els Biesemans, die auf der Orgel im großen Saal Choralvorspiele, Concerti, Präludien und Fugen von Johann Sebastian Bach sowie Sonaten, Toccaten und Fantasien von Georg Philipp Telemann und Johann Ludwig Krebs spielen wird.

Unter Johann Sebastian Bachs Schülern nimmt der 1713 geborene Johann Ludwig Krebs eine Sonderstellung ein. Neun Jahre war Krebs Privatschüler und Notenkopist des damaligen Leipziger Thomaskantors, der offensichtlich große Stücke auf seinen Eleven hielt. In einem Bach sei nur ein Krebs gefangen worden, lautet eine zeitgenössische Redewendung. Was liegt also näher, als den beiden Meistern ein Konzertprogramm zu widmen? Biesemans holt sich dafür Verstärkung vom philharmonischen Oboisten Andreas Wittmann.

Els Biesemans, 1978 in Antwerpen geboren, studierte Klavier, Orgel und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Löwen. Ihre Zuneigung für historische Instrumente wurde bereits früh geweckt. Im Alter von sieben Jahren beginnt Els, Orgel zu spielen und lernt von früh auf, sich ständig neuen Instrumenten und unterschiedlichen akustischen Bedingungen anzupassen. Sie entwickelt eine tiefe musikalische Beziehung zu Instrumenten, die bewusst dafür gebaut wurden, um dem Zahn der Zeit zu trotzen und viele Generationen zu überdauern. Dies schärfte ihr Gehör und legte die Basis für ihren lebendigen und differenzierten Anschlag, der für das Spiel auf historischen Instrumenten erforderlich ist.

Heute ist sie Organistin der Bühlkirche Zürich und Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe in Brügge, Paris, Prag, Tokyo und Montréal. Als Solistin war sie in Europa, in den USA, Kanada und Japan zu hören. Zu ihren musikalischen Partnern gehören u.a. die Sänger Julian Prégardien und Christian Immler, die Violinistinnen Chouchane Siranossian und Mayumi Hirasaki und das Orchester La Cetra unter der Leitung von Andrea Marcon. Begeistertes internationales Presse-Echo gab es für ihre CD-Aufnahmen der Klaviermusik von Fanny Hensel-Mendelssohn "Das Jahr" (erschienen bei Genuin 2012) und für die Liszt-Transkriptionen der Lieder von Franz Schuberts "Winterreise" (erschienen bei Genuin 2014). Weitere Aufnahmen symphonischer Orgelwerke wie das gesamte Orgelwerk von Maurice Duruflé runden ihre Diskografie ab.

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