Der Nussknacker

Ben Van Cauwenbergh

Der Nussknacker © Bettina Stöß

  • 19:30 Uhr
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Er ist nicht nur ein Klassiker zur Weihnachtszeit, sondern er verspricht auch ein Eintauchen in die verschlungenen Pfade der Romantik und in eine verzauberte Welt: Tschaikowskis „Der Nussknacker“. Auf der Basis von E.T.A. Hoffmanns märchenhafter Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“ und Alexandre Dumas’ „Histoire d’un Casse-Noisette“ schuf der Komponist 1892 eines der beliebtesten Werke und einen der kostbarsten Schätze der Ballettgeschichte.

Ben Van Cauwenbergh, der in Antwerpen geborene Intendant des Aalto Balletts und Choreograph dieser Fassung, siedelt die Geschichte ganz märchenhaft zwischen Traum und Wirklichkeit an: Die Weihnachtsfeier der Familie Stahlbaum muss unbedingt ein Erfolg werden, soll doch die älteste Tochter Louise mit dem Sohn der zum Festtagsschmaus geladenen Familie von Rattenstein (nomen est omen) verheiratet werden. Louise fühlt sich jedoch viel mehr zu Karl, dem Neffen ihres ebenfalls eingeladenen Paten Drosselmeier hingezogen. Als ihre kleine Schwester Clara von Drosselmeier einen Nussknacker geschenkt bekommt und mit ihm spielt, brechen die von Rattensteins einen Streit vom Zaun und verlassen das Fest. Im Traum erleben Louise und ihre Schwester den Weihnachtsabend dann – zauberisch verändert – neu: Auf einmal wird der Nussknacker lebendig und der Patenonkel Drosselmeier entpuppt sich als mächtiger Zauberer, der die Kinder mit auf eine magische Reise nimmt.

Im Herbst 2008 trat Ben Van Cauwenbergh sein Amt als Ballettdirektor am Aalto-Theater an und ist mit der Spielzeit 2013/2014 zum Ballettintendanten ernannt worden. Der gebürtige Antwerpener erhielt als Sohn der Tänzerin Anna Brabants („Geschwister Brabants“) bereits frühzeitig Ballettunterricht und nach seiner Ausbildung am Staatlichen Institut für Ballett ein erstes Engagement beim Königlichen Ballett von Flandern. 1976 errang er beim internationalen Ballettwettbewerb von Varna die Silbermedaille sowie die Goldmedaille beim renommierten Prix de Lausanne. Von 1978 bis 1984 war er Erster Solist des London Festival Ballet (heute English National Ballet) und tanzte unter der Direktion von Beryl Grey und John Field zahlreiche Hauptrollen. 1984 kehrte er an das Königliche Ballett von Flandern zurück und wurde vom Magazin Dance and Dancers zum Tänzer des Jahres gewählt. 1987 wechselte er als Erster Solist zum Ballett von Bern, 1989 als Ballettdirektor und Chefchoreograf nach Luzern. Von 1992 bis 2007 arbeitete er als Ballettdirektor und Chefchoreograf am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seine von der klassischen Ästhetik geprägten und dabei zeitgenössische Tanzelemente integrierenden Arbeiten bilden weltweit Repertoire-Bestandteile der Ballett-Compagnien. In Essen waren und sind seine Kreationen „La vie en rose“, „Carmen/Boléro“, „Irish Soul“, „Tanzhommage an Queen“, „Romeo und Julia“ und „Der Nussknacker“ zu erleben, die sich eines enormen Publikumszuspruchs erfreuen – auch auf Tourneen der Aalto-Compagnie, u. a. in Korea, Spanien und Italien. In dieser Saison choreografiert Ben Van Cauwenbergh „Schwanensee“ und bringt mit „Moving Colours“ eine Uraufführung der Compagnie-Mitglieder Armen Hakobyan und Denis Untila heraus.

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