Die Monosau

Nach einem Episodenroman von Jonathan Meese mit u.a. Benny Claessens

Bild: Jonathan Meese © Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

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Mitte der 1990er Jahre kombinierte der Künstler Jonathan Meese Fotokopien handschriftlicher, selbstverfasster deutscher und englischer Texte sowie zahlreiche Zeichnungen und Fotografien in einer einfachen Mappe zu einem Künstlerbuch. Einige Texte basieren auf Meeses eigenen Wortschöpfungen und handeln von bekannten und erfundenen Persönlichkeiten, Mythen, Herrschern, Geschichte und Popkultur. Meese fügt zwanghaft alles zu einer neuen Bedeutung zusammen und erschafft seine eigene individuelle Mythologie, die seine Kunst bestimmt. Verträge werden absichtlich gebrochen und seine eigenen Gesetze eingeführt.

Jonathan Meese lehnt jede Form von äußerer Bevormundung ab; er ist ein Gegner politischer Systeme, religiöser Doktrinen oder auf Geschmack basierender Meinungen. Er wünscht sich ein autonomes Kunstwerk, ein unschuldiges, ideologiefreies Spiel und einen regiefreien Abend. Und das heißt zuerst einmal: Mütze ab! Und dann: Stramm stehen! Dem Text würdevoll dienen! Absolut begreifen, dass K.U.N.S.T. keine Kultur ist! K.U.N.S.T. ist das Morgen, Kultur ist das Gestern. K.U.N.S.T. bezweifelt alles, auch sich selbst, weit über die Unendlichkeit hinaus …

Benny Claessens ist Schauspieler, Performer und Regisseur. Er wurde 1981 in Antwerpen geboren und studierte dort am Herman Teirlinck Instituut für Darstellende Kunst in Antwerpen. Er war in Belgien und Holland sowohl in Film- wie auch Theaterrollen (u. a. am Toneelhuis Antwerpen) zu sehen. 2018 wurde Claessens für seine Rolle in der Uraufführung von Jelineks „Am Köningsweg" am Schauspielhaus Hamburg beim Theatertreffen mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis gekrönt. Nachfolgend wurde er für dieselbe Rolle in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt. Claessens entwickelt regelmäßig eigene Performances und Regiearbeiten, wie etwa für die Münchner Kammerspiele, CAMPO, NTGent, HAU, oder das Schauspielhaus Bochum. Nach seinem Engagement beim Gorki Theater gehört er nun dem Ensemble der Volksbühne Berlin an.

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