Usher

von Edgar Allan Poe, Musik: Claude Debussy / Annelies Van Parys

Annelies Van Parys © Trui Hanoulle

  • 19:30 Uhr
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Neben seiner einzigen vollendeten Oper "Pelléas et Mélisande" verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte "The Fall of the House of Usher" des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht.

Die flämische Komponistin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper "Private View" in 2015 zu den innovativsten KomponistInnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in "Usher" ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die Kategorie des Unheimlichen musikalisch wie theatral erforscht.

Auf der Basis von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte und Debussys Überarbeitungen versorgte die flämische Schriftstellerin Gaea Schoeters das Libretto. Regie führt der französische Theatermacher Philippe Quesne.

In Kooperation mit Muziektheater Transparent.

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