Apropos Papier

u.a. Joëlle Tuerlinckx

Joëlle Tuerlinckx: Mur de Tartes, 2019. Installationsansicht Apropos Papier: Willem Oorebeek, Joëlle Tuerlinckx, Heimo Zobernig, Leopold-Hoesch-Museum Düren © Leopold-Hoesch-Museum Düren & Papiermuseum Düren 2019. Foto: Peter Hinschläger

  • 19:00 Uhr

"Apropos Papier" ist eine Ausstellungsreihe des Leopold-Hoesch-Museums, die 2018 zur Wiedereröffnung des benachbarten Papiermuseum Düren begonnen wurde. In dieser Reihe werden internationale KünstlerInnen vorgestellt, deren Werk durch die Auseinandersetzung mit dem für die Papierstadt Düren wichtigen Material Papier geprägt ist. An der Reihe sind die Brüsseler Video- und Objektkünstlerin Joëlle Tuerlinckx, der Niederländer Willem Oorebeeck und der Schweizer Heimo Zobernig. Sie beschäftigen sich mit der Infragestellung von Repräsentationssystemen und der Negation des Bildes.

In Joëlle Tuerlinckx‘ Arbeiten werden unterschiedlichste Zeitverläufe sichtbar gemacht. Ihre "Listes barrées (ausgestrichene Listen)“ sammeln in einer Art doppelten Zeichnung To Do-Listen, die sie im Alltag nutzt. In der Aneinanderreihung erscheinen sie zwar wie eine persönliche Chronik, erzeugen jedoch beim Außenstehenden, der die Verweise und Verwaltungslogik nicht nachvollziehen kann, den Eindruck konkreter Poesie.

Die Auseinandersetzung mit Ordnungssystemen und normativen Prozessen spiegelt sich auch in wiederkehrenden Motiven der drei KünstlerInnen, wie DIN-Formaten, Alphabeten und Nummerierungen wieder. Mit Postern von schwarzen Quadraten oder Skulpturen aus Wellpappe, die an Objekte der Minimal Art erinnern, Kisten, die mittels Papierauskleidung in White Cubes verwandelt werden oder der Verwendung von Materialien wie Tortenkartons, Toilettenpapierrollen und Kaffeefiltern untergraben sie humorvoll die Mechanismen der Bedeutungsproduktion im Kunstbetrieb. Neben Drucken, Skulpturen, Installationen, Collagen und Projektionen werden in Düren auch die Künstlerbücher der KünstlerInnen vorgestellt.

Mehr Informationen

Newsletter

Sie möchten über Kultur aus Flandern auf dem Laufenden bleiben? Gern senden wir Ihnen alle zwei Monate unseren Newsletter.