Otobong Nkanga

There’s No Such Thing as Solid Ground

Otobong Nkanga vor ihrem Werk "Double Plot" aus 2018, Installationsansicht der Ausstellung "There's No Such Thing as Solid Ground" © Laura Fiorio

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga lebt und arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Antwerpen. 2017 gewann sie den Belgian Art Prize. 2019 wurde sie mit dem flämischen Ultima Preis für Bildende Kunst ausgezeichnet. Ihre Arbeit war auf der letzten Documenta sowie in der Hauptausstellung der Venedig Biennale 2019 zu sehen. Im letzten Jahr bekam sie den Peter-Weiss-Preis 2019 der Stadt Bochum.

Nach einem einjährigen Aufenthalt als In House: Artist in Residence 2019 im Gropius Bau gibt die Künstlerin in dieser von Stephanie Rosenthal zusammen mit Clara Meister kuratierten Einzelausstellung einen Einblick in zentrale Fragestellungen ihres Schaffens.

Otobong Nkangas Interesse gilt den komplexen Beziehungen zwischen Mensch, Land und den Strukturen von Reparatur und Fürsorge. Ihre Arbeiten untersuchen mit einem poetischen und kritischen Blick die weltweiten Bewegungen von Menschen und natürlichen Rohstoffen. Sie thematisieren globale Systeme der Ausbeutung. Für Nkanga lassen sich der menschliche Körper und die Erde, auf der er sich bewegt, nicht losgelöst voneinander betrachten; auf Basis umfassender Recherchen und durch die Verschränkung verschiedener Medien wie Zeichnung, Installation und Performance zeichnet Nkanga die Bewegung von Mineralien, Gütern und Menschen nach, um ökonomische und ökologische Prozesse umfassend zu ergründen. In ihren Arbeiten erforscht sie zudem die variierenden Bedeutungen, die natürlichen Ressourcen in unterschiedlichen Kulturen zugeschrieben werden, sowie das gewaltsame Verhältnis, auf dem deren Abbau und Weiterverarbeitung fußen – und stellt so tradierte Denkweisen infrage.

Mehr Informationen

  • Installationsansicht der Ausstellung "There's No Such Thing as Solid Ground" © Laura Fiorio

  • Otobong Nkanga, "Taste of a Stone", 2020, Installationsansicht "There's No Such Thing as Solid Ground", Gropius Bau, Berlin, 2020 © Luca Giradini

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