Flusslandschaften

u.a. Bernard Langerock

©Bernard Langerock

Das Motiv der Flusslandschaft, ein klassisches Sujet der Malerei, bildet die Klammer für diese Ausstellung, die vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf in Kooperation mit dem Studio Becher und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln organisiert wird. Die gezeigten Fotografien von Bernd & Hilla Becher, Laurenz Berges, Andreas Gursky, Axel Hütte, August Sander, Josef Schulz und dem Flamen Bernard Langerock lassen unterschiedliche Darstellungsinteressen erkennen. Diese reichen von einem architektonisch/dokumentarischen Ansatz, etwa bei Bernd und Hilla Becher oder August Sander, über eine malerisch inspirierte Landschaftsfotografie, beispielsweise in den Exponaten von Andreas Gursky oder Laurenz Berges, hin zur großformatigen Abstraktion des Motivs bei Axel Hütte, der die in Nahsicht aufgenommene Wasseroberfläche in eine planimetrische Farbkomposition umdeutet. Bernard Langerock und Josef Schulz zeigen Arbeiten aus und über Düsseldorfs Partnerstadt Chongqing, einer Metropole zwischen den Flüssen Jangtsekiang und Jialing Jiang.

Der in Tielt (Flandern) geborene Künstler und Fotograf Bernard Langerock lebt und arbeitet seit 1972 in Düsseldorf. In der Ausstellung werden Flusslandschaftsbilder von Chongqing gezeigt sowie Bilder seiner Serie "Bewegte Landschaften" aus China. Seine Fotoserie "Tongyuanju" entstand 2013 und 2015 und dokumentiert das Verschwinden der gleichnamigen Arbeitersiedlung in Chongqing. Deren architektonische Besonderheiten und soziale Gefüge zeigen über Länder- und Zeitgrenzen hinweg Parallelen zur Siedlung Eisenheim in Oberhausen, die in den 1970er ebenfalls neuesten Entwicklungen im Städtebau weichen sollte, schließlich aber zu einem Meilenstein der Denkmalpflege im Ruhrgebiet wurde.

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